GeoTour Baldeneysee

Kupferdreh (25-28)

Das Mineralien-Museum Kupferdreh(N), eine Außenstelle des Ruhr Museums, präsentiert eine einzigartige Zusammenführung von Geologie, Biologie und Mineralogie. Hier wird, u.a. im Rahmen eines umfangreichen museumspädagogischen Programms, kleinen und großen Besuchern Erdgeschichte und die Welt der Steine und Mineralien nahegebracht. Der Eintritt ist frei.

Im 19./20. Jahrhundert trafen sich in Kupferdreh drei Eisenbahnen. Die älteste ist die Prinz-Wilhelm-Eisenbahn nach Wuppertal, die heute noch als S9 verkehrt. Sie wurde 1831 als Pferdeeisenbahn eröffnet und ab 1847 unter Dampf betrieben. Ihre Hauptaufgabe war der Kohletransport in das Bergische Land. Die Ruhrtalbahn wurde 1872 fertiggestellt und diente ebenfalls dem Kohletransport. Sie wurde hier inzwischen stillgelegt. Die Hespertalbahn, geht auf eine Pferdeschleppbahn aus den 1850er Jahren zurück und wurde 1877 an das Eisenbahnnetz angeschlossen und unter Dampf betrieben. Zunächst war ihre wichtigste Aufgabe, Eisenerz und Kalk zur Phönixhütte zu transportieren, später war es der Abtransport der Kohle aus der Zeche Pörtingsiepen. Heute wird sie zwischen Kupferdreh und Haus Scheppen an bestimmten Sonn- und Feiertagen noch als Museumseisenbahn betrieben. Auf der anderen Straßenseite liegt das historische Bahnhofsgebäude von 1898, in dem sich heute eine Gaststätte befindet. In den 1970er Jahren wurde der Bahnhof an seinen heutigen Standort verlegt.

Lösungszahl: 18

Um die Lösungen der Aufgaben für diesen Streckenabschnitt zu überprüfen,müssen die ZAHLEN hinter den richtigen Antworten addiert werden. Beträgt die Summe 18, stimmen alle Lösungen. Wenn alle Streckenabschnitte absolviert sind, kann mit den BUCHSTABEN hinter allen richtigen Antworten das Lösungsrätsel gelöst werden.

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Stationen und Aufgaben

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Auf dem Gelände des Lokschuppens der Hespertalbahn erinnert etwas an die Vergangenheit derselben.

Was ist es?

  • das Holzmodell einer Pferdebahn (5/H)
  • die Blechsilhouette eines Bergmanns mit Grubenlampe (4/S)
  • die Stahlskulptur eines Hüttenarbeiters mit Schaufel (3/E)

(O) Der Weg führt nach links über eine Grünfläche und überquert anschließend den Deilbach zum Gewerbepark Prinz-Friedrich. Hier betrieb die Zeche Prinz-Friedrich ab 1923 einen Tiefbauschacht. Von den alten Zechengebäuden steht heute noch ein rotes Backsteingebäude auf der rechten Seite der „Prinz- Friedrich-Straße“. Weiter südlich befand sich von 1854 bis 1914 die Phönixhütte, von der nichts mehr erhalten ist. Im heutigen Wohngebiet „Am Seebogen“, stand von 1883 bis 1999 eine Zementfabrik. Sie lag in direkter Nachbarschaft zur Hütte und bezog bis 1914 von dort Schlacke als Rohstoff.

Rohstoffe aus dem Karbon und Devon

Das Steinkohlengebirge (Oberkarbon) liefert Steinkohle als Brennmaterial, Sandstein für Bauzwecke und Tonstein als Ziegeleirohstoff. Darüber hinaus wurde auch Kohleneisenstein gewonnen z.B. auf der Kupferdreher Zeche Trompete. Diese Möglichkeit der Erzgewinnung wurde im Ruhrgebiet erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entdeckt. Für die Industrie in Kupferdreh waren auch die Gesteine aus älteren Erdzeitaltern im Raum Velbert von großer Bedeutung. Das waren vor allem Erze in devonischen Gesteinen und unterkarbonische Kalksteine (für Eisenverhüttung, Zement, Dünger) sowie Alaun (z.B. als Färbemittel). Mit verbesserten Transportmöglichkeiten verloren die lokalen Rohstoffe zunehmend an Bedeutung.

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Hinter dem Parkplatz am Fuß des Phönixbergs steht eine Geo-Park-Infotafel. Hier ist eine typische Gesteinsfolge mit einem Flöz aus der Girondelle-Gruppe aufgeschlossen.

Was liegt direkt unter und direkt über dem Flöz?

  • ein altes Kalksteinriff und eine mächtige ehemalige Sandbank (7/D)
  • feinkörnige Tonsteinschichten und eiszeitlicher Flugsand (3/K)
  • der versteinerte Boden, in dem die Bäume einst gewurzelt haben und kohlehaltiger Tonstein (6/R)
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Um an den zweiten auf der Tafel beschriebenen Aufschluss zu kommen, läuft man dem Weg ein Stück zurück und biegt dann nach links in die Prinz-Friedrich-Straße ein. Hier blickt man von vorne auf die Schichtflächen des Gebirges. Links steht Sandstein (kompakt, grobkörnig) an, rechts Tonstein (blättrig, feinkörnig).

Welche Gesteine sieht man auf diesem Bild?

  • Sandstein (5/K)
  • Tonstein (8/B)
  • ……Sandstein und Tonstein (3/S)

 

Radfahrer biegen nach rechts in das Wohngebiet „Am Seebogen“ ein, halten sich links, überqueren die Hespertalbahn und fahren dann links entlang des Seeufers bis zum nächsten Bahnübergang. Wanderer folgen zunächst der Straße und dann dem Waldweg auf der linken Seite, halten sich an der Gabelung rechts und überqueren hinter dem Aussichtspunkt die Hespertalbahn.

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Bevor der Baldeneysee 1933 aufgestaut wurde, machte die Ruhr hier einen scharfen Knick. Die für die Ruhrschifffahrt gefährliche Drehung lag am ehemaligen Kupferlagerplatz und gab dem Ort Kupferdreh (ursprünglich „an der Kupperdrehe“) seinen Namen. In Flussbiegungen bilden sich aufgrund der veränderten Strömungsverhältnisse unterschiedliche Hangformen aus. Am kurvenäußeren Ufer, dem Prallhang, ist die Strömung stärker, das Ufer wird abgetragen und die Hänge steigen steil an. Am kurveninneren Ufer, dem Gleithang ist die Strömung geringer, das Ufer wird aufgeschüttet und die Hänge steigen flach an.

Bei welchem Uferabschnitt handelt es sich NICHT um einen Prallhang?

  • bei diesem Uferabschnitt (1/D,U)
  • beim Ufer am Freiherr-vom-Stein Aussichtspunkt (Station 12/13/14) (3/N,I)
  • beim Ufer am Heisinger Bogen (K) (5/R,N)

GeoTour Baldeneysee

Themenweg und Rallye rund um den Baldeneysee zum Wandern und Radfahren mit einer Länge von 21 Kilometern und 35 Stationen. Der Weg wird vom GeoPark Ruhrgebiet betreut.

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Aufschlüsse am Phönixberg

Einblick in eine typische Schichtenfolge des Steinkohlengebirges von zwei verschiedenen Seiten.

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Natursteingebäude

Mineralien-Museum Kupferdreh

Präsentation von Meteoriten, Kristalle, Mineralien, Gesteine und Fossilien mit ausführlichem pädagogischem Veranstaltungsprogramm.

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Logo und Leute vor Felswand mit Logo

GeoRoute Ruhr

Streckenwanderung entlang des Ruhrtals über insgesamt 180 Kilometer Länge mit 148 geologischen und touristischen Geostopps. Die Route wird vom GeoPark Ruhrgebiet betreut.

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