GeoRoute Ruhr

Geostopp 103-109 (Hauptroute)

Schwerte/Dortmund

103 Kohlenweg Westhofen

103 Kohlenweg Westhofen

Gegenüber der Husener Mühle zweigt ein alter Kohlenweg von der Westhofener Straße nach Norden ab. Der um 1820 angelegte Kohlenweg entlang des Mühlenbachs ist teilweise noch mit der Originalpflasterung erhalten.

Mann auf Felsen mit Blick auf Teich im Steinbruch

Ebberg

Historisches Bergbaugebiet und Naturschutzgebiet in altem Sandsteinbruch.

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104 Grenzstein Westhofen

104 Grenzstein Westhofen

Die ehemaligen Zechen Louisenglück und Glücksfortgang stritten um 1790 vor Gericht um die Begrenzungen ihrer Grubenfelder. Ein Lochstein mit den Aufschriften „Lowisenglück 27 Sep 1792“ und „GLÜCKSFORTGANG 27 SEPT 1792“ sorgte ab 1792 für Frieden. Er markierte fortan die Grenze zwischen beiden Grubenfeldern. Östlich des Lochsteins durfte die Zeche Glücksfortgang Kohle abbauen, westlich die Zeche Louisenglück. Der Grenzstein wurde allerdings um 1980 um etwa 70 Meter nach Norden versetzt und markiert heute nicht mehr die Originalstelle.

Mann auf Felsen mit Blick auf Teich im Steinbruch

Ebberg

Historisches Bergbaugebiet und Naturschutzgebiet in altem Sandsteinbruch.

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105 Gut Kückshausen

105 Gut Kückshausen

Zum heutigen Reiterhof Kückshausen gehören ein Wohnhaus, mehrere Stallungen und ein kleiner historischer Wohnturm. Das genaue Alter der Hofanlage ist nicht bekannt. Der aus heimischem Bruchstein errichtete und mit Sandsteinplatten gedeckte Turm gibt jedoch interessante Hinweise. Über der Tür des Wohnturms ist ein langer Werkstein mit folgender Inschrift eingemauert:  „Hen: Stiep und Catha: Niehus Haben Dieses Haus Bawen Lassen. Ao. 1600. Den. 21. Marty“. Es ist jedoch nicht mit Sicherheit zu sagen, dass mit dem Hause der Turm gemeint ist.

Mann auf Felsen mit Blick auf Teich im Steinbruch

Ebberg

Historisches Bergbaugebiet und Naturschutzgebiet in altem Sandsteinbruch.

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106 Schachtpingen Ebberg

106 Schachtpingen Ebberg

Wenige Meter hinter der Infotafel „Steinkohlenbergbau am Ebberg“ sind mehrere muldenartige Vertiefungen im Waldboden zu sehen. Es sind die Schachtpingen der ehemaligen Zeche Vereinigte Luise, die hier zwischen 1778 und 1807 das Recht zum Abbau von Flöz Sengsbank hatte, das hier eine tektonische Mulde bildet. Über den Schächten standen Haspel, mit denen das schwarze Gold zutage gefördert wurde.

Mann auf Felsen mit Blick auf Teich im Steinbruch

Ebberg

Historisches Bergbaugebiet und Naturschutzgebiet in altem Sandsteinbruch.

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107 Pingenzüge Ebberg

107 Pingenzüge Ebberg

Am höchsten Bereich des Ebbergs sind zwei langgestreckte, parallele Pingenreihen zu sehen. Wie Perlen auf einer Kette aufgereiht folgen diese Vertiefungen einer bestimmten Richtung: Von Nordost nach Südwest (NE-SW). Da hier kein abbauwürdiges Kohlenflöz vorkommt, war die Entstehung der Pingen lange unklar. Bei einer Ausgrabung in 2005 durch den Arbeitskreis Dortmund des FV Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier stieß man auf dünnplattigen Sandstein. Die Sandsteine gehören zur Kaisberg-Formation.  Die Gesteinsschichten folgen der gleichen Richtung wie die Pingenzüge, d.h. sie streichen auch NE-SW. Die dünnplattig spaltenden Sandsteine vom Ebberg wurden wohl als Bedachungsmaterial gewonnen. Am historischen Turm des nahe gelegenen Gutes Kückshausen ist noch ein Steinplattendach (wenn auch inzwischen aus anderem Material erneuert) zu sehen.

Mann auf Felsen mit Blick auf Teich im Steinbruch

Ebberg

Historisches Bergbaugebiet und Naturschutzgebiet in altem Sandsteinbruch.

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108 Kleiner Steinbruch Ebberg

108 Kleiner Steinbruch Ebberg

Besonders an den Südhängen des Ebbergs ragen vielerorts mehrere Meter hohe Sandsteinfelsen empor. Als beliebtes Baumaterial wurden die Sandsteine der Kaisberg-Formation in zahlreichen Steinbrüchen gewonnen. Zwischen dem Naturfreundehaus und dem weiter östlich gelegenen Naturschutzgebiet zweigt vom Wanderweg der Zugang zu einem kleinen verlassenen Sandsteinbruch ab.

Mann auf Felsen mit Blick auf Teich im Steinbruch

Ebberg

Historisches Bergbaugebiet und Naturschutzgebiet in altem Sandsteinbruch.

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109 Steinbruch Ebberg

109 Steinbruch Ebberg

Kernstück des 18,6 ha großen Naturschutzgebietes mit dem Amphibienbiotop am Ebberg ist ein ehemaliger Sandsteinbruch. Die Gewinnungsstätte wurde 1962 wegen des Autobahnbaus stillgelegt. Im Steinbruchareal sind noch die steilen Bruchwände zu sehen. Mehrere Meter mächtige Sandsteinfolgen werden von dünneren Tonsteinlagen getrennt. Es sind Schichten der Kaisberg-Formation. Im oberen Bereich der Felswand ist der Sandstein bereichsweise intensiv rot gefärbt. Entstanden sind diese Sandsteine im Bereich eines großen Flussdeltas an der Küste eines flachen Meeres. In neuer Funktion bietet der alte Steinbruch heute einer artenreichen Fauna ein ausgezeichnetes zu Hause. An den sonnenwärmespeichernden Felswänden, auf Blockschutthalden, an Sickerquellen sowie an und in Tümpeln und Teichen leben zahlreiche Amphibien, Reptilien und viele wirbellosen Tiere wie Insekten. Auch eine artenreiche Flora mit vielen Farnen und Moosen und sogar eine Orchideen-Art, das breitblättrige Knabenkraut, haben sich im Biotop  angesiedelt

Texte: Mügge-Bartolović, V. (2010): GeoRoute Ruhr: Durch das Tal des schwarzen Goldes, Regionalverband Ruhr und GeoPark Ruhrgebiet e.V. (Hrsg.), Essen.

Mann auf Felsen mit Blick auf Teich im Steinbruch

Ebberg

Historisches Bergbaugebiet und Naturschutzgebiet in altem Sandsteinbruch.

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