Profil Löwental

GeoRoute Ruhr

In dem ehemaligen Sandsteinbruch, der sich entlang der S-Bahnlinie erstreckt, sind Schichten der Witten- und Sprockhövel-Formation (Oberkarbon) aufgeschlossen, darunter auch einige Kohleflöze. Auch Bergbau wurde hier betrieben, einige Stolleneingänge sind noch erkennbar. Die benachbarte 1856-1858 eingerichtete Villa Wiese diente zeitweise dem Bergamt Werden als Amtssitz. Bei den rundlichen Gebilden, die in der Sandsteinwand zu sehen sind, handelt es sich um Konkretionen. Sie sind vor der Verfestigung des Gesteins entstanden, weil aus wässrigen Lösungen Eisenkarbonat ausgefällt wurde. Der Aufschluss ist als Naturdenkmal eingetragen. An beiden Enden des Profils steht eine Infotafel.

Weitere Informationen

Der Aufschluss ist die Station 17 der

GeoRoute Ruhr

und Teil der

GeoTour Baldeneysee

Earthcaches

Im Löwental

In der Nähe

Werdener Altstadt

Naherholungsgebiet Baldeneysee

Villa Hügel und Hügelpark

Sonstiges

Heimatverein Werden

Standort

Adresse: Bredeneyer Straße (Nordseite), Plattenweiler (Südseite), Essen
UTM-Koordinaten (Zone 32): RW: 360535 HW: 5695146
ÖPNV: S-Bahnhof Werden (Südseite, 50 m), Bushaltestelle Löwental (Nordseite, 100 m)

Führungen / Pädagogische Angebote

Der GeoPark Ruhrgebiet hat am Profil Löwental einen traditionellen Geocache (Opencaching) versteckt der auch eine Aufgabe zur Erdgeschichte enthält.

Wasserweibcache

Downloads

Zu diesem Geotop

Gesteine erzählen Landschaftsgeschichte

Gesteine erzählen Landschaftsgeschichte

Das Geologische Profil „Im Löwental“ erschließt etwa 300 m der kohleführenden Schichten aus dem erdzeitlichen Abschnitt Oberkarbon (320 – 296 Mio). Zu sehen sind abwechselnd Sandsteine, Ton- und Schluffsteine sowie Steinkohleflöze. Die hier vorhandene Schichtenfolge bildete sich in einem Zeitraum von etwa 1 Mio. Jahren. Vor allem die Sandsteine wurden hier in mehreren kleinen Steinbrüchen entlang der alten Straßentrasse als Baumaterial gewonnen.

Zur Karbonzeit erstreckte sich im heutigen Ruhrgebiet eine flache Küstenebene mit Flüssen, Seen und Mooren. Im Norden lag ein Meer. Aus dem Süden lieferten Flüsse Schlamm und Sand hierher. Im Meer und ruhigen Binnengewässern lagerte sich feiner Schlamm ab, aus dem im Laufe der Zeit Ton- und Schluffsteine entstanden. In Flüssen kam das gröbere Material – Sand – zur Ablagerung, das heute verfestigt als Sandstein zu sehen ist. Schichtflächen mit Wellenrippelmustern oder Versteinerungen von Meerestieren deuten auf Überflutungen hin. In ruhigen Zeiten entwickelten sich Moorwälder, deren Überreste wir heute als Kohleflöze wieder finden.

Große Kräfte verformen die Schichten

Große Kräfte verformen die Schichten

Zur Karbonzeit erstreckte sich im heutigen Ruhrgebiet eine flache Küstenebene mit Flüssen, Seen und Mooren. Im Norden lag ein Meer. Aus dem Süden lieferten Flüsse Schlamm und Sand hierher. Im Meer und ruhigen Binnengewässern lagerte sich feiner Schlamm ab, aus dem im Laufe der Zeit Ton- und Schluffsteine entstanden. In Flüssen kam das gröbere Material – Sand – zur Ablagerung, das heute verfestigt als Sandstein zu sehen ist. Schichtflächen mit Wellenrippelmustern oder Versteinerungen von Meerestieren deuten auf Überflutungen hin. In ruhigen Zeiten entwickelten sich Moorwälder, deren Überreste wir heute als Kohleflöze wieder finden.

Spuren alten Bergbaus

Spuren alten Bergbaus

Vor allem im 19. Jahrhundert wurde hier Kohle abgebaut. Flöz „Hauptflöz“ war durch die Stollen von „Gelegene Zeche“ (um 1838) und „Freudenberg“ (1734 – ca. 1880) erschlossen. Wenige Mauerreste weisen noch auf ehemaligen Stollenbau hin. Flöz Schieferbank 1 ist im oberen Teil des großen Steinbruchs gut zu erkennen. Ein kleiner Abbauhohlraum ist wahrscheinlich auf einen „Notzeitenbergbau“ nach dem 2. Weltkrieg zurückzuführen. Am deutlichsten ist das Mundloch des Stollens „Mühle“ zu sehen, der über 600 m dem Flöz Sarnsbank folgt. Kohle wurde hier in den Jahren 1834 bis 1900 abgebaut. Eine kleine Halde am Weg zum Haus „Platte“ deutet schließlich auf den Stollen „Rosalie“ hin. Hier wurde von 1854 bis 1871 Kohle von Flöz Mausegatt gewonnen. Das Geologische Profil „Im Löwental“ ist als Naturdenkmal geschützt. Es gehört zum Geologischen Wanderweg „Baldeneysee“. Der von der Stadt Essen angelegte Wanderweg ist Teilstrecke der GeoRoute Ruhr.

Logo und Leute vor Felswand mit Logo

GeoRoute Ruhr

Streckenwanderung entlang des Ruhrtals über insgesamt 180 Kilometer Länge mit 148 geologischen und touristischen Geostopps. Die Route wird vom GeoPark Ruhrgebiet betreut.

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GeoTour Baldeneysee

Themenweg und Rallye rund um den Baldeneysee zum Wandern und Radfahren mit einer Länge von 21 Kilometern und 35 Stationen. Der Weg wird vom GeoPark Ruhrgebiet betreut.

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Felswand mit langgestreckter Gesteinsfalte.

Pastoratsberg

Aufschluss mit einer großen Vielfalt an Faltenstrukturen und anderen tektonischen Besonderheiten.

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