Vortrags- und Exkursionsprogramm in Kooperation mit dem Ruhr Museum

In Kooperation mit dem Ruhr Museum bietet der GeoPark Ruhrgebiet Vorträge und Exkursionen zu unterschiedlichen Themen an. Für die Teilnahme an den Exkursionen ist eine Anmeldung erforderlich. 

Führung im Steinbruch Steltenberg © Mathias Müller

Exkursion

Wo die Kohle herkam

Guide: Dr. Volker Wrede (GeoPark Ruhrgebiet)

Datum, Uhrzeit: Samstag, den 25.10.2025, 10:00 Uhr (7 Stunden)

Treffpunkt: Parkplatz Nachtigallstraße, Nachtigallstraße 25, 58452 Witten

Kosten: 8 € (vor Ort zu zahlen)

bis zum 08.03.2025 beim GeoPark Ruhrgebiet, E-Mail: schueppel@rvr.ruhr, Tel: +49 (0)176-52412156

Die Exkursion soll mit Privat-PKW durchgeführt werden,bei der ggf. Fahrgemeinschaften gebildet werden können. Auf der Zeche Nachtigall besteht die Möglichkeit zu einem Imbiss. Die Exkursion ist nicht barrierefrei. Festes Schuhwerk, wetterfeste Kleidung und Trittsicherheit erforderlich!

Kooperationspartner: LWL-Museum Zeche Nachtigall

Im Rahmen der Exkursion werden die geologischen Aufschlüsse „ehemalige Ziegeleigrube Hagen-Vorhalle“ (weltweit bedeutendster Fundpunkt karbonzeitlicher Insekten), Steinbruch „Wartenberg“ in Witten, das Besucherbergwerk „Zeche Nachtigall“ und seine Umgebung in Witten-Bommern und der „Geologische Garten“ in Bochum besucht. Drei dieser Aufschlüsse wurden als „Nationale Geotope“ ausgezeichnet, der Steinbruch Wartenberg ist nur im Rahmen von Führungen zugängig. Gezeigt wird die Entwicklung der Landschaft der Oberkarbonzeit, wie wir sie heute aus den überlieferten Gesteinen und ihrem Gehalt an Fossilien ablesen können. Dabei werden auch die Arbeitsmethoden der Geologie erklärt. Der Besuch im LWL-Industriemuseum „Zeche Nachtigall“ zeigt uns im Original, wie der Bergmann die Kohle vorgefunden hat. Wir bekommen Einblick in den historischen Kohlebergbau und erfahren, wozu sich die Kohle und ihre begleitenden Gesteine nutzen ließen. In Bochum können wir beobachten, dass die Kohle-führenden Schichten aus der Karbonzeit in einem Faltengebirge schräg gestellt wurden. Nachdem dieses Gebirge wieder abgetragen wurde, drang das Meer der Kreide-Zeit ins Ruhrgebiet vor, dessen Ablagerungen dann die gefalteten Karbonschichten überdeckten. Dieser Aufschluss lässt die Dimensionen geologischer Zeiträume erahnen.

Steinbruch Wartenberg von oben gesehen © GeoPark Ruhrgebiet

Vortrag

Von Gletschern, Wind und wilden Wassern 

Referent: Dr. Till Kasielke (GeoPark Ruhrgebiet)

Datum, Uhrzeit: Donnerstag, den 18.06.2026, 18:00 Uhr

Ort: Kokskohlenbunker, Ruhr Museum, Gelsenkirchener Straße 181, 45309 Essen

Kosten: keine

Anmeldung: keine 

Wie entstand die heutige Landschaft Nordrhein-Westfalens? Welche Spuren hinterließen Gletscher, gewaltige Schmelzwasserflüsse und eiszeitliche Stürme? Der Vortrag nimmt das Publikum mit auf eine Reise in das Quartär – eine Epoche extremer Klimaschwankungen, in der sich Landschaften immer wieder grundlegend veränderten. Mindestens einmal lag Nordrhein-Westfalen unter mächtigem Inlandeis, während weite Landstriche über lange Zeit von einem kalten Klima mit gefrorenen Böden und karger Tundrenvegetation geprägt waren. Flüsse schnitten sich tief in den Untergrund ein, lagerten andernorts riesige Mengen von Sand und Kies ab, und starke Winde verlagerten feines Material über weite Strecken. Doch die Eiszeiten sind nicht nur Vergangenheit: Viele dieser Prozesse wirken bis heute nach. Der Vortrag zeigt, wie eiszeitliche Ablagerungen das Landschaftsbild, die Rohstoffverteilung und die landwirtschaftliche Nutzung Nordrhein-Westfalens bis in die Gegenwart beeinflussen – und warum ein Blick in die geologische Vergangenheit hilft, unsere heutige Umwelt besser zu verstehen.

So sah es im Ruhrgebiet vor 150.000 Jahren aus. © Ekkehard Heitkemper

Exkursion für Familien mit Kindern

Gerölle sammeln und bestimmen am Rheinstrand in Duisburg

Guide: Katrin Schüppel (GeoPark Ruhrgebiet)

Datum, Uhrzeit: Montag, den 20.07.2026, 15:00 Uhr (2 Stunden)

Treffpunkt: Rheinorange, Skulptur an der Ruhr-Mündung in den Rhein (südliches Ruhrufer), Am Bört, 47059 Duisburg

Kosten: keine

Anmeldung bis zum 15.07.2026 beim GeoPark Ruhrgebiet, E-Mail: schueppel@rvr.ruhr, Tel: +49 (0)176-52412156

Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung sind erforderlich. Am Rheinstrand kann sich nicht barrierefrei bewegt werden. Am Rheinorange gibt es weder Parkplätze noch einen ÖPNV-Anschluss. Um es zu erreichen, muss ein 1,5-2 km langer Weg zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. 

Wir treffen uns am Rheinorange in Duisburg und lernen dort etwas über die vielen bunten Gerölle, die man am Rheinstrand finden kann. Anschließend begeben wir uns selbst auf die Suche, legen eine kleine Sammlung an, machen Spiele und haben die Gelegenheit einen besonderen Erinnerungsstein zu gestalten.

Seit der Eiszeit verfrachtet der Rhein Gerölle aus unterschiedlichen Regionen Deutschlands nach Duisburg. Die bunte Mischung enthält aber auch Steine, die durch den Menschen und industrielle Prozesse dorthin gekommen sind. Welche Steine findet man häufig am Rhein und welche seltenen „Schätze“ verbergen sich dort? Was erzählen uns diese Steine über die Erdgeschichte? Nach einer kurzen Einführung am Rheinorange gehen wir gemeinsam zum Strand, damit jeder eine eigene Sammlung anlegen kann. Wir helfen natürlich bei der Bestimmung. Wer schafft es die meisten unterschiedlichen Arten von Steinen zu finden? Wer hat den schönsten oder den seltensten Stein gefunden? Wir werden aber auch Zeit haben, noch ein paar Spiele mit Steinen auszuprobieren und gegeneinander anzutreten. Und am Ende bekommt jeder die Gelegenheit, einen Stein zu bemalen und als Erinnerungsstück mit nach Hause zu nehmen.

Gerölle am Rheinstrand in Duisburg © GeoPark Ruhrgebiet

Wanderung über den Hülser Berg in Krefeld

Was von der Eiszeit übrig blieb

Guide: Katrin Schüppel (GeoPark Ruhrgebiet)

Datum, Uhrzeit: Sonntag, den 13.09.2026, 14:00 Uhr (3 Stunden)

Treffpunkt: Parkplatz Hülser Bergschänke, Rennstieg 1, 47802 Krefeld

Kosten: keine

Anmeldung bis zum 07.09.2026 beim GeoPark Ruhrgebiet, E-Mail: schueppel@rvr.ruhr, Tel: +49 (0)176-52412156

Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung sind erforderlich. Die Wanderung (5 km) ist nicht barrierefrei und führt teilweise über unbefestigte Wege und eine Treppe.

Auf einer fünf Kilometer langen Wanderung erkunden wir die wechselvolle Vergangenheit des Hülser Bergs, der insbesondere durch die jüngste Eiszeit geprägt wurde. Wie ist der Hülser Berg entstanden und wie hat es damals hier ausgesehen? Welche Steine sind im Gesteinsgarten auf dem Berg ausgestellt und wie haben sie ihren Weg dorthin gefunden? Welche Rohstoffe sind hier während der Eiszeit und in jüngster Vergangenheit entstanden und wie wurden sie genutzt? Warum fließt aus der sagenhaften Eremitenquelle nur selten Wasser? Diesen und anderen Fragen gehen wir auf unserer Wanderung nach, die über den Berg, entlang des Hülser Bruchs und über die Industriebrache einer ehemaligen Kiesgrube und Zementfabrik führt, die heute vom Umweltzentrum Krefeld genutzt wird. Dabei werden wir auch den Johannesturm besteigen und einen eindrucksvollen Blick über die niederrheinische Landschaft genießen.

Gesteinsgarten auf dem Hülser Berg © GeoPark Ruhrgebiet